Segen für Mensch und Maschine

Das SÜDKURIER-Medienhaus versteht sich als Bindeglied unserer Gesellschaft. Im Rahmen der Segensfeier für die neue Druckerei würdigten katholische und evangelische Kirche dieses Verantwortungsbewusstsein und die Druckereiinvestition in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Der evangelische Pfarrer Holger Müller und der katholische Dekan Mathias Trennert-Helwig (von links) gaben nicht nur der neuen Druckmaschine ihren Segen, sondern auch allen Mitarbeitern des SÜDKURIER-Medienhauses, unter anderem Geschäftsführer Rainer Wiesner (rechts) und den Beschäftigten der Druckerei.
Foto: Hanser

Konstanz – Der Atmosphäre wohnte etwas unwirklich Feierliches bei: Neben der neuen SÜDKURIER-Druckmaschine „Cortina” hatte sich eine kleine Festgemeinde wie zu einem Gottesdienst eingefunden. Und tatsächlich geht es um Gottes Segen. Ein ungewöhnlicher Ort für andächtige Worte, wo doch hier sonst auf der haushohen und 580 Tonnen schweren Maschine harte Nachrichten, Sensationen, Fotos und tiefgründige Analysen gedruckt werden. Passt das schnelle Mediengeschäft zusammen mit den Jahrtausende alten Werten unserer abendländischen Kultur? Für Rainer Wiesner, den Geschäftsführer des SÜDKURIER-Medienhauses, ist dies keine Frage. Er versteht das gedruckte Wort als Bildungs- und Bindeglied unserer Gesellschaft. Und deswegen hält er das klare Bekenntnis zu den christlichen Werten auch für den gelebten Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung. Deshalb wünscht er sich Gottes Segen für Mensch und Maschine. Sicherlich auch ein Ausdruck von Innehalten in einer Zeit von Highspeed-Internet und zig verschiedenen Fernsehsendern.

Diesen Gedanken griff Pfarrer Holger Müller von der Evangelischen Johannesgemeinde in Konstanz-Wollmatingen auf: „Ich freue mich, dass ich in dieser Kathedrale des gedruckten Wortes um Gottes Segen bitten darf für die Maschine, die Menschen, die hier arbeiten und alle, denen die Zeitungsprodukte zugutekommen werden.“

Der Geistliche machte deutlich, dass der Umgang mit Öffentlichkeit und dem Berichten darüber ein großes Ziel haben müsse: Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Für Journalisten bedeutet dies, den Dingen auf den Grund zu gehen und nicht im Oberflächlichen zu verharren.

Die Segensfeier war auch ein Stück gelebte Ökumene: Mathias Trennert-Helwig, katholischer Dekan aus Konstanz, verlieh der Zeremonie tiefen symbolstarken Ausdruck, als er die Zeitungsrotation mit Weihwasser segnete. Seine Worte machen nachdenklich: „Es ist auch ein Tag der Dankbarkeit für all jene, die Verantwortung tragen und sich dafür entscheiden, an einem Standort wie Konstanz solche Gelder zu investieren.“ Er ahne ungefähr, was es bedeuten würde, wenn die Maschine zum falschen Zeitpunkt ihren Dienst versagen würde und verwies damit auf das Engagement aller an den Produkten des SÜDKURIER-Medienhauses beteiligten Mitarbeiter. „Sie stehen im Dienste der Verbreitung des Wortes und der Vermittlung von Kommunikation. Möge es ihnen mit der Druckerei weiterhin gelingen, das Leben der Menschen mit Freude und Begeisterung mitzugestalten“, schloss Trennert-Helwig seine Ansprache.

Bei aller Feierlichkeit durfte ein bisschen Schmunzeln über die Vergangenheit nicht fehlen. Dafür fand Alexander Fecker die richtigen Worte. Dass die Mitgestaltung des Lebens seiner Leser dem SÜDKURIER seit langem gelingt, hatte der Vorsitzende der CDU-Fraktion des Konstanzer Gemeinderates festgestellt: So mancher Stadtrat habe in den vergangenen Jahren nach der Zeitungslektüre wegen Schweißausbrüchen das Hemd wechseln oder eine Dusche nehmen müssen – angesichts der unbestechlichen Berichterstattung über die Vorgänge in der Stadt. „Der SÜDKURIER sagt, was kritisch zu betrachten ist“, meinte Fecker als Vertreter der Stadt. Die Feierlichkeit unterstrich das Hornquartett der Südwestdeutschen Philharmonie mit besinnlichen Stücken – Adventszeit in der Druckerei.

Quelle: Südkurier vom 15.12.2009
Autor: Thomas Satinsky

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