Eine Nacht vor dem Altar

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Die Kinder eines Zeltlagers bei Friedrichshafen sind begeistert: Sie dürfen eine Nacht direkt in der Heilig-Geist-Kirche Reichenau schlafen. Das haben die Jungs noch nie erlebt. Das haben die 22 Jungs aus dem Zeltlager Seemoos bei Friedrichshafen noch nie erlebt: Sie dürfen eine Nacht lang in einer Kirche übernachten, direkt vor dem Altar. Dieser Schlafplatz passt ziemlich gut zu der Gruppe: die acht- bis elfjährigen Jungs sind mit dem Bund der katholischen Jugend unterwegs. Dass die Heilig-Geist-Kirche auf der Insel Reichenau evangelisch ist, stört niemanden.

Erst um 19 Uhr kommen die jungen Christen mit ihren Betreuern Anna-Theresa Angst und Martin Mai abgekämpft vor der Kirche an. „Wir sind heute zehn Kilometer gewandert“, erzählt der zehnjährige Alexander. Die Kinder haben große Rucksäcke auf dem Rücken, Isomatte und Schlafsack im Gepäck. Schnell sind sie noch in den Supermarkt gehuscht, um sich für den Abend einzudecken. Die Kinder sind richtig erleichtert, als sie im Kirchenraum ihre Matten ausrollen dürfen. „Herzlich willkommen mitten auf der Insel“, sagt Pfarrer Holger Müller freundlich. Die Kinder nehmen den Raum mit den bunten Fenstern schnell in Beschlag. „Ihr dürft euch hier überall hinlegen, nur nicht unter den Altar oder auf die Orgelempore“, sagt Holger Müller. Etwa einmal im Jahr kommt es vor, dass Kinder oder Jugendliche direkt in der Kirche übernachten. Die Zeltlagergruppe vom anderen Seeufer hat sich ganz spontan dazu entschlossen: „Wir haben erst heute Morgen hier angerufen“, erzählt Betreuerin Anna-Theresa, 21 Jahre. Die Spontaneität hat Prinzip: Aus dem Basislager brechen kleinere Gruppen für zwei Tage in ein Wanderlager auf. „Für diese Zeit müssen wir unterwegs einen Schlafplatz suchen“, sagt Martin Mai. Wenn die Sonne scheint, spannt die Gruppe eine Plane zwischen die Bäume. Doch in dieser Nacht droht Regen. „Hätte Holger Müller nicht gleich zugesagt, hätten wir uns in Konstanz was gesucht“, sagt Martin.

Zum Glück der Kinder hat es mit der Übernachtung im Gottesraum geklappt. Die Jungs liegen auf ihren Matten, betrachten die Blasen an ihren Füßen und freuen sich über das bequeme Lager. „Gestern im Zelt war es total kalt“, sagt der neunjährige Dennis. „Das wird heute besser.“ Yannick, ebenfalls neun Jahre alt, sagt über die Kirche: „Das ist einfach ein spannender Ort.“ Der achtjährige Kevin blickt an die Decke und ergänzt: „Hier sind coole bunte Fenster und Gott ist auch da oben und guckt uns zu.“

In der Kirche, die zwischen 1961 und 1963 erbaut wurde, sind sogar eine kleine Küche und eine Toilette. Essen kann die Gruppe im Gemeindehaus. „Voll doof, dass wir morgen wieder loswandern“, sagt Peter, zehn Jahre. Er würde gern noch länger in der Kirche wohnen. Und auch Pfarrer Müller freut sich über Besuch. „Es ist immer schön, wenn Kinder kommen“, sagt er. „Dafür ist Kirche ja auch da.“

mit freundlicher Genehmigung des Südkuriers (Autor: Kirsten Schlüter)
Quelle: SK vom 01.10.2009

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