Vorwort

Klaus-Peter Hertzsch selbst beharrt immer wieder auf seiner Überzeugung, er sei kein Dichter, und bezeichnet seine "kleinen poetischen Versuche" folgerichtig nicht als kunstvolle Gedichte, sondern bescheiden als "Gebrauchstexte", jeweils entstanden, wenn sie in der Gemeindearbeit oder als persönlicher Gruß gerade gebraucht wurden.
Er löst seine Begründung eindrucksvoll ein, indem er seine sieben Thesen zu den "Chancen des Alters“ jeweils durch "Gedanken im Gedicht" abrundet: Darin macht er uns mit genau solchen Situationen seines Lebens bekannt, in denen er konkreten Menschen einen seiner Gebrauchstexte gewidmet hat, sei es etwa zu Hochzeiten, wie bei Vertraut den neuen Wegen und Guter Rat für euch beide sowie Jetzt ist es Herbst, oder auch posthum wie bei Requiescat in pace ("Keiner weiß, woher wir einst gekommen...").
Gewiss nicht tonlos klingen bereits Hertzschs Biblische Balladen, 1967 zunächst als Wie schön war die Stadt Ninive beim Berliner Union-Verlag erschienen, dann 1969 beim Stuttgarter Radius-Verlag unter dem berühmt gewordenen Titel Der ganze Fisch war voll Gesang. Doch versetzen nicht nur sie, sondern auch seine noch leiseren poetischen Versuche in vielen Menschen zarte Saiten in Schwingung.
Die hier vorgelegten Melodien zeugen von Resonanz-Schwingungen, die Hertzschs menschlich weisen Worte und theologisch ebenso tief schürfenden wie gut verständlichen Gedanken in mir erzeugen. Über die Jahrzehnte hinweg, die er mir an Lebenserfahrung voraus ist, leuchtet mir aus seinen Texten so vieles auf und ein, dass ich mich von ihm seinerseits ohne Weiteres verstanden fühle. Was aus seiner Feder für mich Musik in meinen Ohren wurde, versuche ich auf den folgenden Notenblättern wiederzugeben - als Zeichen meines Dankes an ihn für so viel Konsonanz. Danken möchte ich auch dem Verleger dieser Notenausgabe, Herrn Friedemann Strube senior, dessen offene Unterstützung die auf seine Kosten erfolgte Veröffentlichung bzw. Drucklegung der meist einstimmig notierten Lieder ermöglicht hat. Einfache Arrangements für Klavierbegleitung können unter www.heiliggeistkirche-reichenau.de  eingesehen und abgerufen werden.
Hinzu kommt ein weiteres Motiv just bei Hertzschs bislang einzigem als Lied bekannten und in Gottesdiensten eifrig gesungenem Gebrauchstext Vertraut den neuen Wegen: Bislang waren alle Melodien dazu anderswo geborgt, sei es von Du meine Seele singe (EG 302), zu der er bei seiner Hochzeits-Premiere gesungen wurde, sei es von Lob Gott getrost mit Singen (EG 243), unter der er als EG 395 bekannter wurde. Beide genannten wie auch etliche andere Gesangbuchmelodien scheinen aber in Klaus-Peter Hertzschs und auch in meinen Ohren zu Inhalt und Ton des Textes in Rhythmus und Duktus nicht recht zu stimmen. Dass die nun diesem Hertzschen Gebrauchstext gewidmete "eigene Weise" ihn um so wirksamer erklingen lassen möge, wünscht sich und allen sangesfreudigen Hertzsch-FreundInnen


Holger Müller, Insel Reichenau, zum 23 . September 2010

Klaus-Peter Hertzsch

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